Marseille- Die älteste Stadt Frankreichs entstand der Sage nach aus der Liebe eines einheimischen Mädchens zu einem phönizischen Seemann. In der Hafenstadt begegnen sich seit jeher Menschen aus fernen Ländern: Marseille war der Hauptumschlagplatz des französischen Kolonialreichs. Filme und Krimis machten Marseille berühmt als Stadt der Ganoven. Dieses Image gehört schon lange der Vergangenheit an, doch nun hat Marseille auch noch den Zuschlag erhalten als „Kulturhauptstadt Europas“ 2013. Martina Zimmermann empfiehlt einen Besuch, auch im Herbst oder Frühjahr scheint dort die Sonne!
Fischmarkt am Alten Hafen von Marseille: Jeden Morgen verkaufen die Fischer ihren frischen Fang, zum Teil zappeln die Fische sogar noch! Auf der Prachtstraße Canebière fährt die neue Tram, die sogar eine Klimaanlage hat! Auf dem Hügel über dem Meer thront über der Kirche Notre Dame de la Garde die Schutzpatronin, die in Marseille „die gute Mutter“ genannt wird. Yachten und Segelboote liegen im Hafen vor den beiden Festungen, und über allem scheint die Sonne im blauen Himmel. Eine Postkartenansicht. Nana Lu Branot verkauft hier seit 60 Jahren Fisch:
"Verstehst du, daß ich stolz bin auf Marseille? Ich würde nicht für alles Gold der Welt weggehen. Mein Schätzchen, Ihnen gefällt´s vielleicht auch woanders. Ich wurde hier geboren und ich gehe hier nicht weg, nicht mal in Urlaub!"
In Marseille, wo es mitten in der Stadt Strände gibt, fühlen sich die Einwohner das ganze Jahr wie im Urlaub! Typisch südländisch ist es auch, daß die Menschen immer zu einem Schwätzchen aufgelegt sind. Nanas 82jähriger Ehemann zeigt gerne seine Fotos als junger Mann:
"Verstehen Sie nun, daß ich viel Erfolg hatte bei den Frauen? Was für ein schöner Mann! Und als Fischer fischte ich Tonnen!"
Die Fische sind heute teuer geworden. Dennoch lohnt es sich, die Bouillabaisse zu probieren, die Marseiller Spezialität. Christian Buffa, der Küchenchef eine bekannten Restaurants am Alten Hafen, erklärt:
"Am Anfang war die Bouillabaisse die Speise der Armen. Der Fischer ging fischen und verkaufte seinen schönsten Fang am Hafen. Die weniger schönen Fische, die angeschlagen waren oder zu klein, nahm er mit nach Hause und machte daraus einen Bouillon, den man Bouillabaisse nannte. Mit diesen kleinen Fischen macht man heute eine gute, geschmackvolle Suppe. Heute kommen aber auch schöne Fische hinein, bei uns bekommen Sie sechs verschiedene Fischsorten."
Fanny heißt die Blondine mit Blumenhut, roter Sonnenbrille und Rüschenrock, die im Alten Hafen französische Seemansweisen singt für die Besucher aus aller Welt, darunter eine Gruppe von Deutschen aus der Partnerstadt Hamburg:
"So mitten in der Stadt so einen schönen Hafen zu sehen is fein", so die Mutter. "Es hat wirklich sehr viel Charme", meint die Tochter, "die Sonne scheint und das sieht alles sehr schön aus." Der Sohn stimmt zu: "Ich finde vor allem die ganzen Fassaden an den Häusern in der Innenstadt klasse, sehr beeindruckend, die Verzierungen, Balkone usw. find ich super. Man sagt ja auch Marseille ist das Paris des Südens, und was ich bis jetzt gesehen habe, kann ich das nur bestätigen, sehr hübsch, gefällt mir sehr gut."
Marseille im Internet:
www.marseille-tourisme.com
Restaurant Miramar, Bouillabaisse für 58 Euro (teuer, aber fein), 12, Quai du Port 13002 Marseille 0491911040 yyy.bouillabaisse.com
Tourismusbüro: www.marseille-tourisme.com
Zahlreiche Sommerfestivals, jedes Jahr im Herbst bis Ende Oktober die Fiesta des Suds, Musik aus der Welt und aus Marseille www.dock-des-suds.org
Ausflug in die Calanques (Meeresfelsbuchten) www.visite-des-calanques.com
Marseilleblog von Martina Zimmermann, die eine Wohnung in Marseille hat: www.marseillevonmartinazimmermann.blogspot.com
T-Shirt-Laden von jungen Designern, die bald sehr angesagt sein werden: Brick City,3, rue des trois mages 13001 Marseille, Viertel La Plaine www.brickcity.eu
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